Erstellt von Daniel Lomp, Koblenz 

„Die Didaktik kann nach der Corona-Krise nicht mehr genauso ablaufen wie vor der Corona-Pandemie und die Diözesen brauchen dringend neue digitale Unterstützungssysteme für den Religionsunterricht“, so Martin Ramb, Chefredakteur des Eulenfisch-Magazins in einem Interview mit der Plattform katholisch.de. Der Diagnose von Ramb ist zuzustimmen. Ebenso: Was für die Diözesen gilt, ist auch für die Lehrerkräfte relevant. Arthur Thömmes, selbst Religionslehrer und Herausgeber zahlreicher (methodisch-didaktischer) Bücher zum RU, verspricht 33 digitale Medien, die – so der Untertitel – jeder kann.

Vorab: Der Autor hält durchaus, was er verspricht. Dies liegt vor allem darin begründet, dass er – im Gegensatz zu anderen aktuellen Digitalisierungswerken, die den Markt fluten – wichtigen Prämissen folgt, die er in seiner Einleitung benennt: Analoge Methoden sind manchmal sowohl besser als auch schneller (einsetzbar) und schlechter Unterricht wird nicht von sich aus zu gutem digitalen Unterricht. Sehr konsequent setzt Thömmes, der auch in der Ausbildung tätig ist, auf didaktisch aufbereitete Materialien.

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Es gibt immer wieder Bücher, die überraschen und fragen lassen: „Wieso hat es die nicht schon früher gegeben?“ Das Mutmach-Buch für Lehrer von Arthur Thömmes ist so eines. Überraschend ist zum einen, dass es offensichtlich für die große und in der Öffentlichkeit oft schlecht behandelte Zielgruppe der Lehrerinnen und Lehrer einen Mutmacher braucht, so, als wären sie mutlos geworden.

Ob das zutrifft, sei dahingestellt. Zum anderen aber ist überraschend, wie ein Ratgeber- und Hilfebuch in so ganz anderer Weise zu mehr Gelassenheit verhelfen und neue Perspektiven eröffnen kann. Thömmes geht von der Beobachtung aus, dass im Lehrerberuf die Schere zwischen Alltagsrealität und Berufsideal immer weiter auseinandergeht und manchem Kollegen die Lust und die Freude am Beruf vergeht und mancher sich fragt, wie er sich Motivation und Kraft erhalten kann. Dem möchte der Autor etwas entgegensetzen und Antworten geben, ohne den berüchtigten pädagogischen Zeigefinger zu bemühen und der Besserwisserei bezichtigt zu werden.

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Zeitgemäße Rock- und Popmusik im Religionsunterricht – eine Arbeitshilfe mit CD
Arthur Thömmes ist Vielschreiber und ausgewiesener Fachmann zur Thematik „Christliches in Rock- und Popmusik“ sowie der entsprechenden Umsetzung im Religionsunterricht. Das beweist er zum wiederholten Mal nun auch mit „Gott ist ein Rockstar“. Hier versammelt er Songtexte von Laith Al-Deen, Bushido, Curse, den Fantastischen Vier, Herbert Grönemeyer, Xavier Naidoo, Revolverheld, den Söhnen Mannheims sowie den Toten Hosen. Das Arbeitsmaterial, das Thömmes rund um diese Songs anbietet, ist außerordentlich vielfältig. 99 Arbeitblätter machen es dem Unterrichtenden leicht, für einzelne Unterrichtseinheiten zumindest einzelne Bausteine zu finden. Selbstverständlich sind die Arbeitsblätter „kopierfreundlich“ angelegt! 

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Ein Klassiker der Vorbereitung des Religions- unterrichts in neuer Auflage: „212 Methoden für den Religionsunterricht“ bietet eine ein- zigartige Zusammenstellung von Anregungen für einen abwechslungsreichen, methodisch reflektierten und schülernahen Unterricht.

„Das ist ein leichtsinniges Buch. Alle anständigen Leute werden über uns die Nase rümpfen.“ Mit dieser kritischen Überlegung beginnt das kleine Zwiegespräch der beiden Verfasser, das dem Buch anstelle eines Vorwortes vorangestellt ist. Gewiss, die Gattung des Methodenbuchs hat ins- besondere in Kreisen professioneller Unterrichts- theoretiker keinen ganz ungetrübten Ruf: Zu hoch wird oft das Risiko eingeschätzt, dass es zu einem falsch verstandenen Methodenzirkus von Lerntempoduett bis Fishbowl-Diskussion, zu ei- ner Fokussierung auf die Hülle statt den Gehalt oder zu der irrtümlichen Annahme verführt, es könne eine einfache „Rezeptsammlung“ für gelin- genden Unterricht geben.

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„Ein Lehrer sollte immer Jäger und Sammler sein.“

So lautet ein Leitsatz von Laura Enders, seit zwei Jahren examinierte Lehrerin an einer BBS in Rheinland-Pfalz und Co-Autorin des Buches „Referendariat Religion, Kompaktwissen für Berufseinstieg und Examensvorbereitung“, Berlin, Cornelsen, 2017.
Gemeinsam mit Arthur Thömmes, Fachleiter für Katholische Religion an BBS (@ArthurThoemmes) und Buchautor, soll auf 112 Seiten alles kompakt aufbereitet werden, was wichtig ist für das Referendariat und den Berufsstart als Religionslehrerin.

Als ich das Inhaltsverzeichnis sah, erinnerte ich mich an die Survival-Handbücher, die ich in meiner Jugend als Pfadfinder geliebt habe. Auf wenigen Seiten das ganze Wissen, um alleine in der Wüste oder im Wald zu überleben. Ich fühlte mich nach diesen Büchern fit für die großen Abenteuer (wovon allerdings die meisten ausblieben). So geht es mir nach der Lektüre des Kompaktwissens. 

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Vorbei sind die Zeiten des sturen Frontalunterrichts. Wer seinen Unterricht zeitgemäß gestalten möchte, der kommt nicht um vielfältige Methoden herum. Denn diese sind nicht nur motivierender, sondern aktivieren Schüler auch mehr, um Denk- und Lernprozesse anzustoßen. In dem vorliegenden Band stellt Arthur Thömmes 200 Unterrichtsmethoden vor, die sowohl das Lernumfeld verbessern als auch die Arbeitsphase selbst auf kreative Art und Weise erweitern und fördern.

Grob gesagt gibt es zwei Gründe zu diesem Buch zu greifen. Da wären zum einen jene, die zunehmend feststellen, dass ihr Unterricht eingefahren wirkt und für Schüler kaum mehr methodisches Überraschungspotenzial besitzt, sodass neue Anregungen vonnöten sind. Zum anderen werden aber auch Lehrkräfte angesprochen, die bereits einige Methoden kennen, denen es jedoch schwerfällt auf Knopfdruck diese in ihren Unterricht zu integrieren, weil ihnen die geeignete Methode schlichtweg nicht im passenden Moment einfällt. In beiden Fällen kann der Band punkten, da dieser nicht nur 200 abwechslungsreiche Methoden vorstellt, sondern diese auch klar strukturiert anordnet, sodass Lehrkräfte schnell - je nach Unterrichtsszenario - eine geeignete Unterrichtsmethode finden können.

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