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Gott ist ein Rockstar. Populäre Musik im Religionsunterricht

 

Deutscher Katecheten-Verein (dkv). München 2008, 176 Seiten

inkl. Musik-CD mit 9 Original-Titeln + 1 Hip-Hop Playback.

ISBN: 978-3882073782 - € 24,90 (für dkv-Mitglieder 10% Rabatt) Best.-Nr. 73782

Junge Menschen sind auf der Suche nach Antworten auf ihre Lebensfragen: Wie werde ich glücklich? Wovor habe ich Angst? Was macht mir Mut? Häufig finden sie ihre Antworten in der Musik, die thematisiert, was ihnen wichtig ist. Die populäre Musik ist eine Fundgrube für Sinnsucher und ein hervorragendes Medium, um mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. In der vorliegenden Arbeitshilfe werden 11 Titel, u. a. von Bushido, den Fantastischen Vier, den Söhnen Mannheims, Herbert Grönemeyer …, vorgestellt und methodisch-didaktisch für den Unterricht erschlossen. Neben grundlegenden Überlegungen, Methoden, Liedtexten und Informationen über die Interpreten bieten 99 Arbeitsblätter vielfältige Anregungen für eine abwechslungsreiche und kreative Unterrichtsgestaltung. Die beiliegende Musik-CD enthält 9 Originaltitel plus ein Hip-Hop Playback. Der Autor: Arthur Thömmes, Dipl.-Theologe, verheiratet, drei Kinder, ist Religionslehrer und Schulseelsorger an einer Berufsbildenden Schule und Autor zahlreicher Bücher und religionspädagogischer Praxishilfen.

VERÖFFENTLICHUNGEN zum Thema "Populäre Musik im Religionsunterricht"

BUCHBESPRECHUNGEN

Zugegeben, der Titel klingt - mit Verlaub -bescheuert. Wieder so eine Anschmeiße zwischen Religion und Popkultur, fürchtete ich zunächst. Bei näherem Hinsehen erweist sich das neue Opus aus Arthur Thömmes
Werkstatt aber als eine fundierte, ansprechende und lohnende Arbeitshilfe. 11 Titel werden religionspädagogisch unter die Lupe genommen. Die Auswahl reicht von Grönemeyer über Bushido bis zu den Söhnen Mannheims. Das gibt u.a. ein Wiederhören mit Naidoos „Dieser Weg" und mit Stefan Gwildis „Irgendwas geht immer".
Natürlich werden die Hits hier spirituell irgendwie verzweckt, dienen sie doch immer auch als Anlass, eigene (Sinn-)Fragen ins Gespräch zu bringen. Thömmes gehört aber zu den Autoren, die solch einen Zugang ohne Verschleierung und ideologisch frömmelnden Überbau lebensnah durchziehen. Dass dabei die textliche Seite der Pop-/Rock-musik hoffnungslos überakzentuiert wird, steht auf der Negativseite dieser Herangehensweise. Thömmes lässt den Liedlibretti zu viel der Ehre angedeihen. So lange aber ein weltoffenes und tragfähiges Modell der Musiktheologie nicht existiert, das Erkenntnisse aus Musikpsychologie und Musiksoziologie angemessen berücksichtigt, wird von Religionspädagogen kaum anderes geleistet werden können. Im Rahmen dieser Beschränkung zeigt sich Thömmes auch mit seiner neuen Veröffentlichung wieder als echter Könner. Seine methodischen Vorschläge sind handwerklich durchgeformt und überzeugen durch Fokussierung und Ideenreichtum. Er erleichtert seinen Lesern die Arbeit durch zahlreiche vorgefertigte Arbeitsblätter (nicht durch fertige Unterrichtsreihen), die er eingangs auch kurz kommentiert. Sie bilden ein schier unerschöpfliches Materialpaket, das vielfältig inspiriert und Seite für Seite ausatmet, dass diese Ideen durch das Feuer der schulischen Praxis gegangen sind.
Bleibt zu sagen, dass längst nicht nur der Unterricht, sondern auch Ministranten- und Jugendpastoral von diesen Vorschlägen profitieren können. Kurzum: Chapeaux, Herr Thömmes!


Peter Hahnen, Düsseldorf
unterwegs Nr. 2/2009, S. 15
(Dr. Peter Hahnen ist Referent für Ministrantenpastoral und musisch-kulturelle Bildung bei der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge (afj) in Düsseldorf)

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Arthur Thömmes ist Vielschreiber und ausgewiesener Fachmann zur Thematik „Christliches in Rock- und Popmusik“ sowie der entsprechenden Umsetzung im Religionsunterricht. Das beweist er zum wiederholten Mal nun auch mit „Gott ist ein Rockstar“. Hier versammelt er Songtexte von Laith Al-Deen, Bushido, Curse, den Fantastischen Vier, Herbert Grönemeyer, Xavier Naidoo, Revolverheld, den Söhnen Mannheims sowie den Toten Hosen. Das Arbeitsmaterial, das Thömmes rund um diese Songs anbietet, ist außerordentlich vielfältig. 99 Arbeitblätter machen es dem Unterrichtenden leicht, für einzelne Unterrichtseinheiten zumindest einzelne Bausteine zu finden. Selbstverständlich sind die Arbeitsblätter „kopierfreundlich“ angelegt! Vorab gibt Thömmes 25 Methoden, mit denen der Einsatz von Rock- und Popmusik grundsätzlich – auch für musikalisch eher anderweitig orientierte Unterrichtende – leicht und Ziel führend möglich ist. Zwei besondere Highlights: ein Selbsterfahrungs- und Kommunikationskartenspiel mit 72 Lebensweisheiten sowie eine CD, auf der neun der vorgestellten Songs sowie ein HipHop-Playback enthalten sind. Dieses Playback ist für die Produktion eines eigenen Songs (z.B. als Projekt im Unterricht) gedacht. Und wie das gemacht wird, erläutert Thömmes in seinem Buch natürlich auch.

Fazit: Natürlich altern Pop- und Rocksongs und sind nach einiger Zeit nur noch mit einer gewissen Vorsicht oder entsprechenden Vorbemerkungen im Religionsunterricht einsetzbar. Bis das passiert, ist „Gott ist ein Rockstar“ allererste Wahl für all diejenigen, die selten und / oder mit einer gewissen Skepsis Rock- und Popmusik im Religionsunterricht einsetzen.

www.heavenonair.de

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Der Katholische Religionslehrer Arthur Thömmes hat in den vergangenen Jahren immer wieder ansprechendes und aktuelles Unterrichtsmaterial zu populärer Musik im Religionsunterricht herausgebracht, u.a. "Sinnsucher (Populäre Musik im Religionsunterricht)" aus dem Jahre 2001, hg. vom Katechetischen Institut Trier. Darüber hinaus hat er sich vielfältig um Methoden und Materialien für den RU bemüht, u.a. "212 Methoden für den Religionsunterricht" im Kösel Verlag. Jetzt legt er wiederum sehr ansprechendes, aktuelles, gut aufbereitetes und unmittelbar unterrichtlich einsetzbares Material zur Popmusik (incl. CD) im sinnvollen DIN A4-Format vor in Verbindung mit dem Deutschen Katecheten-Verein (Fachverband für religiöse Bildung und Erziehung): aktuelle Musik (Bushido, Söhne Mannheims etc.), die thematisiert, was Jugendlichen wichtig ist. Die populäre Musik ist eine Fundgrube für Sinnsucher und ein hervorragendes Medium, um mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.

Gerd Buschmann für lehrerbibliothek.de

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